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BUCHVORSTELLUNG Ludwig Loibl |
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München, Januar 2011 Sybille Böhm
Als mir das schmale Bändchen mit dem Titel "Mein Freund der Baum" in die Hände fiel, war ich zunächst skeptisch. Was erwartete mich da: etwa das Bekenntnis eines übersensiblen Försters oder eines esoterischen Schwarmgeistes? Umso überraschter war ich, als ich feststellte, dass mich zunächst ein wahres Schatzkästchen voller Informationen und Gedanken zum Thema "Baum" erwartete. Die Spannbreite reicht von persönlichen Reflexionen des Autors über eine Darstellung des wirtschaftlichen und ökologischen Wertes des Baumes bis hin zu einen Verweis auf dessen mythische Bedeutung in der Geschichte der menschlichen Kulturen. Doch das ist nur die Einstimmung auf das Hauptanliegen des Büchleins: die Präsentation von ausgewählten Holzskulpturen des Künstlers. Lyrische Begleittexte lassen den Leser in der Betrachtung immer wieder innehalten und laden zu einer weitergehenden, vertiefteren Beschäftigung ein. Die Hinweise auf die verwendeten Hölzer und Materialien lassen zudem spüren, mit welcher Sorgfalt und Überlegung der Künstler diese ausgewählt hat. So ist z.B. der "Deprimierte" aus dem "Ast eines Ahorn" gefertigt, wie der Künstler uns mitteilt. Die begleitenden Zeilen legen dem Leser den Eindruck nahe, dass die Herstellung der Skulptur das Schicksal des von seiner Lebendigkeit abgeschnittenen "Deprimierten" in gewisser Weise spiegelt. Umso berührender wirkt dieses Kunstwerk!
Alles in allem ist der Leser nach der Begegnung mit diesem Buch beeindruckt von der Wirkung und Schönheit der Skulpturen, aber auch von der Ehrfurcht und Liebe, die der Künstler seinem Gegenstand, dem Baum, entgegenbringt. Die Skulpturen schlagen in eindringlicher und augenfälliger Weise eine Brücke zwischen der seit je konkreten und der mythischen Bedeutung des Baumes: das Material Holz wird zum Ausdrucks- und Sinnträger, zum Kunstwerk.
Der Leser wird auf seinem nächsten Spaziergang Bäume mit einem ganz anderen Blick betrachten ....
Sybille Böhm

Seit Anfang Januar 2011 ist nun mein Bildband
"Mein Freund der Baum!" im Handel erhältlich.
Unter der ISBN 978-3-00-033181-7
ist mein Bildband "Mein Freund der Baum!" im Handel erhältlich.
In folgenden Buchhandlungen wird dieser bevorratet und ist sofort erhältlich.
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Eching: Bücherladen Danziger Str. 2
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Neufahrn: Bücher Bernhard Bahnhofstr. 39
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Garching: Bücher Sirius Bürgerplatz 18
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Unterschleißheim: Buchhandlung Greindl Rathausplatz 9

Ihr Ludwig Loibl

Brief an mich betr. meines Buches:
München, Januar 2011 Max Hörmann
"Wenn es mir wieder einmal ganz schlecht geht", hat eine Bekannte zu mir gelegentlich gesagt, "gehe ich einfach in den Englischen Garten und denke mir, wie schön die Bäume doch sind." Diesen Satz würde Ludwig Loibl bestimmt unterschreiben können. Denn er weiß, wie ästhetisch Bäume sind, wie ausdrucksstark der Werkstoff Holz in seiner lebendigen Formbarkeit und Schwungdynamik ist, wie sie etwa in der Serie "S" zum Ausdruck kommt, in dem großen "Zurück zum Wesentlichen", zum Spannungsbogen und zu dessen, von der Natur nie bevorzugten Sonderfall, der Geraden - zu beobachten in der Serie "i".
Der Mensch erscheint bei Loibl als archaische Pfahlfigur, durchaus der Kunst, der Musik zugeneigt, aber eben auch ständig dazu bereit, alles zu überdehnen, zu überspannen, die Belastbarkeit des Planeten etwa, die Voraussetzungen seiner Existenz, wie sie Loibl auch sprachlich thematisiert.
Doch hier gilt: Die Rede ist frei, die Kunst ist freier. Sie spricht für sich. In der Figurengruppe Genossenschaft etwa, einer kraftvollen Großskulptur, die man auch als einen friedlichen, auf Gegenseitigkeit programmierten Leviathan lesen kann - und dabei mehr vom Wesen der Genossenschaft begreift als bei der Lektüre vermeintlich wohlformulierter Texte.
Wie bei Rudolf Wachter findet man auch bei Loibl Stämme, die sich beim Wachsen geteilt haben, ein Victory-Zeichen in den Raum schreiben und ihm Glücksbringer der Natur sind, einer Natur, deren menschliche Komponenten und Geschlechter er durchaus gegen den Strich bürstet, in dem themenbezogenen Werk "Vom Männchen umgarnt" etwa. Hier wird ein Frauenkopf von herber Schönheit zur Hälfte von einer männlichen Schlangenfigur aus Bronze umfangen, deren Ästhetik bewusst auf ein Minimum reduziert wurde.
Loibl hat im Werkstoff Holz sein Ausdrucksmedium gefunden. Er arbeitet mit diesem lebenden Organismus, bezieht dessen natürliche Prozesse in sein Werk ein und setzt seine Ideen durch Reduzierung von Masse frei. Ein Satz, hinter dem sich unendlich viel Kreativität und Mühe verbirgt. Oder um es mit Karl Valentin zu sagen: "Kunst ist schön, aber macht viel Arbeit." Und auch diesen Satz würde Ludwig Loibl vermutlich unterschreiben können.
Gesendet: Donnerstag, den 13. Januar 2011, 7:52:28 Uhr
Betreff: b.ganter
Lieber Ludwig,
Deine Frau hat mir Dein neues Werk gegeben. Ich bin sehr beeindruckt. Wirklich toll gemacht.
War Zeit, wieder einige ganz neue Kunstwerke von Dir betrachten zu dürfen. Du bist ein
großartiger Künstler und ich spreche Dir hiermit meinen ehrlichen Respekt aus. Deine
künstlerischen Arbeiten überzeugen allein durch das Betrachten. Und so muss es auch sein.
Meine Gratulation zu diesem grandiosen und überzeugenden Werk.
Dein Künstlerkollege und Freund
Bernhard Ganter
Kultur – Für Sie gelesen Mein Freund der Baum – Autor: Patricia Linner
Für sie gelesen
Ludwig Loibl – Mein Freund der Baum
Patricia Linner / Der Dietersheimer Holzbildhauer und Künstler Ludwig Loibl hat sein erstes Buch veröffentlicht. Es heißt "Mein Freund der Baum!" und verbindet auf wunderschöne Weise Objekte, Bilder und Lyrik zu einem Werk, das zum Hinsehen und Nachdenken anregt.
Auch optisch ist der Bildband ungewöhnlich gestaltet. Loibl setzt bereits in der Titelgestaltung auf Holzstrukturen, und beim Aufblättern bieten sich dem Leser keine gewöhnlichen weißen Seiten mit schwarzer Schrift – die Macher des Buches drehen es um und erzielen mit der weißen Schrift auf schwarzem Grund eine mystische Grundanmutung, die den Leser sofort neugierig auf die weiteren Inhalte macht. In seinen Texten als auch Skulpturen schlägt Loibl den Bogen von der spirituellen Bedeutung des Baumes bei den Kelten und Indianern bis hin zum heutigen Wirtschaftsgut Baum in Fakten und Zahlen. Die kontrastreiche schwarz-weiß-Gestaltung des gesamten Bandes bildet eine perfekte Basis für die klaren, ausdrucksstarken Fotografien.
Haben wir Sie neugierig gemacht? Dann freuen Sie sich auf die anstehende Lesung aus Ludwig Loibls "Mein Freund der Baum" mit begleitender kleiner Ausstellung und Vorstellung neuer Skulpturen aus der Serie "paso doble", benannt in Anlehnung an den gleichnamigen temperamentvollen Tanz.
Termin: Mittwoch 16. Februar 2011, 19:00 Uhr
Im ASZ Alten Service Zentrum / Mehrgenerationenhaus
Bahnhofstr. 4
85386 Eching
Der Bildband ist erhältlich bei Ludwig Loibl direkt und im Echinger Bücherladen.
Epilog: Mir fiel bei dem Buchtitel sofort der melancholische Schlager der Sängerin Alexandra ein, die nur 27 Jahre alt wurde. Sie singt: "Mein Freund, der Baum ist tot – er fiel im frühen Morgenrot. Bald wächst ein Haus aus Glas und Stein, dort wo man ihn hat abgeschlagen…"
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